Libanon
Am 26. Juni 2026 wurde eine Rahmenvereinbarung zwischen Libanon und Israel unterzeichnet. Wir beten, dass der Libanon widerstehen kann und seinen langen Weg zur Wiederherstellung seiner Unabhängigkeit beginnen kann.

Der Libanon vermietet sein eigenes Territorium an Israel, damit Israel den problematischen Mieter, die Hisbollah, vertreiben kann, und gibt die Schlüssel zurück, sobald das Gelände geräumt ist – mit einer Normalisierung als Belohnung am Ende der Räumung.
Auf dem Papier ist es ein schrittweiser Rückzug. In der Praxis ist es ein Eingeständnis, dass Israel im Südlibanon bleibt.
Das ist ein echter Erfolg für Israel. Dieser Vertrag ist so konzipiert, dass er Amerika als Partner benötigt. Er braucht Trump für die Konfrontation mit der Hisbollah, und er braucht Israel, um die Drecksarbeit zu erledigen, um diese Konfrontation zu gewinnen.
Risiken. Wie 1983 kann diese Vereinbarung scheitern. Hisbollah wird alles in seiner Macht tun, um das Scheitern zu erreichen. Präsident Joseph Aoun und prominente libanesische Politiker stehen im Visier. Die Hisbollah sitzt mit im Parlament, und die libanesische Armee ist unfähig einzugreifen.
Türkei
Eine bizarre Entwicklung geschieht im Nachgang zur amerikanischen Militäroperation „Epic Fury“ im April 2026. Die Türkei ist der zweitgrösste militärische Bündnispartner der NATO!
Erdogan hat eine schwere Veränderung vollzogen, und er deutet an, dass er auf der Seite Irans steht. In seiner brutalen Rhetorik beschuldigt er Israel einer Ideologie des „Genozids, Annexion, Expansionspolitik“. Seit 2021 steuert Erdogan sein Land in die islamistische Richtung. Bilaterale Abkommen mit Israel hat er gestrichen. Der Zugang zu den türkischen Häfen sind für die israelische Schifffahrt verboten.
Erdogan sieht sich als neue Supermacht im Nahen Osten. Syrien könnte sich ihm anschliessen. Wie wird das NATO-Gipfeltreffen anfangs Juli mit diesem Richtungswechsel umgehen?
Wir beten um ein „starkes Rückgrat“ gegen die Anmassung der Türkei.

Iran
Am 18. Juni 2026 wurde ein «Memorandum of Understanding» (Absichtserklärung) zwischen den USA und dem Iran unterzeichnet.
Warum hat Trump diese Vereinbarung gemacht?

Erstens, wegen der «midterm elections», die Wahlen für die letzten zwei Jahre seiner Regierung, die in ca. vier Monaten anstehen. Sie sind entscheidende Wahlen. Zweitens, Trump will unbedingt eine globale Energiekrise vermeiden. Der Ölpreis ist jetzt schon für viele Länder bedrohlich, und ein steigender Ölpreis könnte eine globale Inflation nach sich ziehen.
Trump hat diesen Deal drittens ausgehandelt wegen der Strasse von Hormus. Um diesen weltwirt-schaftlichen Engpass zu öffnen, haben die USA ihre Sanktionen gegen den Iran gelockert. Wie hoch der wirtschaftliche Preis ist, den der Iran seit April 2026 gezahlt hat, ist unsicher. Er wird auf dreihundert Milliarden Dollar geschätzt.
Wir beten, dass der HERR über den Nationen Seinen Plan in Treue und Gerechtigkeit ausführt. In Psalm 22,29 steht: «Denn dem HERRN gehört das Königtum, ER herrscht über die Nationen.
Israel und Armenien
Israel anerkennt offiziell am 27. Juni 2026 das Genozid am armenischen Volk. Israel hat lange Jahre gezögert mit dieser Anerkennung (den Genozid hat niemand in Israel je bezweifelt), weil die Türkei wichtiger war für den Staat Israel. Lange pflegte Israel enge Verbindungen mit der Türkei. Diese Anerkennung ist an sich eine lobenswerte Entscheidung, ob sie dem Staat Armenien politisch hilft oder nicht. Wir danken, dass dieser völkerrechtliche Sieg gewonnen werden konnte.

Israel wie weiter?
Im Herbst stehen auch in Israel Wahlen an. Wie geht es bis dahin weiter? Israel wählt die Abschreckung bis auf weiteres. Es sollen keine Angriffe auf den Staat Israel erfolgen, während die israelische Armee weitere Hisbollah (und Hamas) Tunnels und Militärstrukturen zerstört. Die Existenz des Staates Israel wurde erkämpft. Das Abwehrsystem wurde innovativ verbessert. Die Abwehr kostet noch hundertausend Dollars statt mehrere Millionen Dollars.
Wir beten, dass Israels Stärke im Stillehalten und in der inneren Einheit sich zeigen wird. Gottes Zeit arbeitet für Israel.
