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Von den Gaza Tunnels zum Auditorium der Prophet“ – 28. November 2025

Eliya Cohens Schicksal – 27. November 2025 – Ariella Noveck

Da in den USA das Fest von Thanksgiving nahte, ein Tag voller Dankbarkeit, Reflexion und ein Familienfest, erlebten die Schüler der Frisch Yeschiwa, New Jersey, eine Lehrstunde in Dankbarkeit, wie sie sie noch nie zuvor erlebt hatten. In der Woche vor dem Feiertag versammelten sich mehr als 1.000 Studierende, um jemandem zuzuhören, dessen Verständnis von Dankbarkeit an einem der dunkelsten Orte geprägt wurde. Sein Name ist Eliya Cohen, eine ehemalige Geisel, der von der Hamas mehr als 500 Tage in den Tunneln von Gaza gefangen gehalten wurde. Ihm zuzuhören, gab den Studenten eine Perspektive, die unaufdringlich, aber kraftvoll ihre Denkweise veränderte. Was bedeutet es wirklich dankbar zu sein?
Für viele Studenten wurde Cohens Vortrag zur bedeutungsvollsten Thanksgiving-Vorbereitung, die sie je erlebt hatten. Seine Geschichte schmälerte die Lebensfragen der Studenten nicht. Er gab ihnen Perspektive, Sinn und Zweck. Eliya Cohen zeigte ihnen, dass Dankbarkeit nicht etwas ist, das man nur empfindet, wenn das Leben einfach ist, sondern etwas, an dem man festhält, selbst wenn das Leben unmöglich erscheint.

Prediger 2,13: «Ich sah, dass die Weisheit den gleichen Vorzug vor der Torheit hat wie das Licht vor der Finsternis». Die Studenten erklärten, dass Cohen ihnen geholfen hat, diese Aussage zu verstehen. Manchmal kommt das grösste Licht aus den dunkelsten Orten.

Dankbarkeit unter der Erde

Cohen wurde am 7. Oktober 2023 entführt, in die Dunkelheit der Hamas-Tunnel gezerrt und unter schrecklichen Bedingungen festgehalten. Bevor er als Geisel entführt wurde, versteckten er und seine Freundin sich in einem Schutzraum. Eliya sprach das Schma-Gebet, während seine Freundin Ziv auf einen Aufkleber auf ihrem Handy blickte, auf dem stand: «Hashem liebt dich».

Cohen beschrieb den Moment, als Terroristen ihn aus dem Schutzraum zerrten, ihn auf einen Lastwagen zwangen und nach Gaza entführten. Auf diesem Truck flüsterte er: «Danke, HaSchem», einfach weil er noch lebte. Für viele Studenten war Dankbarkeit immer mit Geborgenheit, Wärme oder Stabilität verbunden gewesen. Cohens Geschichte führte sie zu einer anderen Art von Dankbarkeit, einer, die im Überleben geschmiedet wurde. Selbst während er hungerte, selbst wenn er von der Welt abgeschnitten war, selbst wenn er unsicher war, ob er jemals wieder den Himmel sehen würde, versuchte er, an seiner Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens festzuhalten.

Liebe, Hoffnung und ein Verlobungsring der 505 Tage gewartet hat

Während der gesamten 505 Tage von Eliyas Cohen Gefangenschaft gab Ziv Amud, Cohens Freundin, nie die Hoffnung auf. Sie setzte sich unermüdlich für ihn ein und weigerte sich zu glauben, dass er tot war. «Es ist erhebend, dass jemand so viel Vertrauen in einen geliebten Menschen haben kann», reflektierte ein Student. «Es zeigt, dass Emunah und Glaube keine Grenzen haben.»
Acht Monate nach seiner Entlassung am 22. Februar 2025 machte Cohen Ziv auf einem Dach in Tel-Aviv einen Heiratsantrag. Umgeben von Familie, Freunden und dem Mittelmeer kniete er neben einem herzförmigen Bogen aus weißen Blumen. Das Foto verbreitete sich in den israelischen Medien und symbolisiert Liebe, Hoffnung und Widerstandskraft.

Dankbarkeit über der Erde

Cohens Besuch erfolgte zu einer Zeit, in der jüdische Studenten in den USA den zunehmenden Antisemitismus spüren. Viele Studenten sagten, sie fühlten sich oft unter Druck gesetzt, allein weil sie jüdisch sind. Cohen zu hören, wie er seinen Glauben in einem Hamas-Tunnel beschreibt, veränderte ihre Sicht auf ihre eigenen Heraus-forderungen.
Sehr beeindruckend für viele war die Erkenntnis, wie viel sie als selbstverständlich angesehen hatten. Cohen erklärte, dass er sich nach seiner Freilassung schuldig fühlte, zu essen oder zu duschen, da er wusste, dass andere noch in Gefangenschaft waren. Die Studenten sagten, das habe sie betroffen gemacht. Einer reflektierte: «Es hat mir klar gemacht, wie dankbar wir für Dinge sein sollten, an die wir gar nicht denken. Essen, Wasser, Familie, Sicherheit. Nichts davon ist unbedeutend.»

Ein neu interpretiertes Erntedankfest

Cohens Besuch veränderte die Haltung der Studenten an Thanksgiving. Anstatt sich nur auf die Fülle zu konzentrieren, begannen sie über Ausdauer nachzudenken. Anstatt über das nachzudenken, was sie haben, begannen sie, über das Wunder nachzudenken, überhaupt etwas zu besitzen.
Für Viele wurde Cohens Botschaft zur bedeutungsvollsten Vorbereitung auf Thanksgiving, die sie je erlebt hatten. Er zeigte ihnen, dass Dankbarkeit nichts Zerbrechliches ist. Es ist etwas Starkes.

Eine Botschaft für die jüdische Welt

Cohens Schicksal vermittelte eine Botschaft, die das Judentum jetzt mehr denn je braucht. Dankbarkeit ist nicht zerbrechlich. Es ist eine Lebensader. So überleben wir die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte und feiern die hellsten.
Im Monat Kislew suchen wir alle nach Licht in der Dunkelheit. Wie Rabbi Eli Ciner den Studenten sagte, sind diese Helden, diese ehemaligen Geiseln, unsere Chanukkia. Sie sind unser Licht. Sie sind diejenigen, die die hellste Flamme in einer Zeit verkörpern, die sich finster anfühlen kann.

An diesem Thanksgiving werden die Frisch-Studenten mit einem neuen Verständnis von Dankbarkeit an ihren Tischen sitzen. Sie werden das Sonnenlicht, die Freiheit, das Essen vor ihnen und die Menschen neben ihnen zu schätzen wissen. Und sie werden sich an den Mann erinnern, der ihnen beigebracht hat, dass Dankbarkeit sogar fünfhundertund-fünf Tage unter der Erde überleben kann.

Denn wenn Eliya Cohen Dankbarkeit unter der Erde finden konnte, dann können wir sie sicher auch über der Erde finden.

Ariella Noveck.

Gérald Fruhinsholz: „Der Prinz und der Prophet“ – Jerusalem, 3. November 2025
Gérald Fruhinsholz: Wir leben in aussergewöhnlichen Zeiten! – 15. Oktober 2025

Johannes Gerloff – Konkrete Hilfestellungen – 4. November 2024

Die Zäsur des 7. Oktober 2023 hat unsere Beziehungen als Christen zum jüdischen Volk und seinem Staat Israel ganz neu auf die Probe gestellt. Manche Wunde, die als geheilt galt, wurde auf brutale Weise neu aufgerissen. Was Viele für bewältigt hielten, hat sich als Krebsgeschwür erwiesen, das unaufhaltsam unter der Oberfläche weiter frisst. 

Wenn wir diese Herausforderung nicht ignorieren wollen, müssen wir uns einer Wurzelbehandlung stellen. Zurück zu den Wurzeln bedeutet immer zurück zur Bibel – und dort stellen wir in der Begegnung mit dem Volk Israel fest, dass wir neu denken, neu fragen, neu lesen lernen müssen. Dazu sollen diese Videoserien über Abraham, über Römer 9-11 und über das Buch Ruth konkrete Hilfestellungen geben.https://www.youtube.com/watch?v=XrtaREj1XU8

UNRWA – Hilfsorganisation oder Einbindung in Terrorismus? – 28. Oktober 2024

von Gadi Taub | Okt 27, 2024 at 7:58 am | israelheute.com

Israel muss sich dem Druck der USA, der UN und der EU widersetzen und jegliche Geschäfte mit der UNRWA, der Marionette der Hamas verbieten.

Ende des Monats soll in der Knesset über einen Gesetzentwurf abgestimmt werden, der jegliche Geschäfte mit dem UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) verbietet. Der internationale Druck unter Führung der Regierung Biden, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen, wächst.

Dies ist natürlich Teil der Bemühungen, die so genannte „Zweistaatenlösung“ aus der Asche des 7. Oktober wieder auferstehen zu lassen. Die Bemühungen hängen von der Aufrechterhaltung der Illusion ab, dass es in der palästinensischen Gesellschaft lebensfähige, sinnvolle Kräfte gibt, die zu einem konstruktiven Aufbau der Nation, einer pragmatischen US-Regierung und schließlich zum Frieden beitragen können.

Ist die UNRWA nicht eine solche Kraft? Ist es nicht eine Menschenrechtsorganisation, die das Leid der Armen und Unterdrückten lindern will?

Nun, die Antwort lautet eindeutig nein. Die UNRWA ist eine Travestie – der Inbegriff der Heuchelei und des moralischen Bankrotts der internationalen Gemeinschaft.

Die UNRWA wurde ursprünglich – man sollte hinzufügen, angeblich – gegründet, um die Not der palästinensischen Flüchtlinge von 1948 zu lindern. Aber sie wurde in Sünde geboren.

Es überrascht daher nicht, dass sie sich zu einer bösartigen Wucherung entwickelt hat, die das Problem, zu dessen Lösung sie angeblich geschaffen wurde, eher verschlimmert als lindert. Wir wurden gerade auf ironische Weise daran erinnert, was die UNRWA wirklich ist, als wir erfuhren, dass einer der Leibwächter, die zusammen mit Yahya Sinwar am 16. Oktober starben, einen Pass trug, auf dem stand, dass er ein „UNRWA-Lehrer“ sei.

Die Vereinten Nationen haben ein allgemeines Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), aber die Palästinenser haben eine spezielle, separate Flüchtlingsorganisation. Die arabischen Feinde Israels haben darauf bestanden, diese Organisation zu schaffen, um sicherzustellen, dass das Problem nicht gelöst wird, damit es wie ein Dorn im Auge des Zionismus verbleibt und schließlich zu dessen Untergang führt.

Dieses Ergebnis könnte durch eine Kombination aus Demographie (die UNRWA-Schulen indoktrinieren die Kinder, dass sie ein „Recht auf Rückkehr“ nach Israel haben) und Gewalt (die UNRWA-Schulen indoktrinieren die Kinder auch, dass sie den „Märtyrertod“ anstreben) erreicht werden.

Die UNRWA saugt Hilfsgelder, die eigentlich den Menschen im Gazastreifen helfen sollen, wie ein Krebsgeschwür, das sich auf Kosten gesunder Organe mit Blutgefäßen verbindet, und leitet sie in die Aufrechterhaltung des Krieges, der für ihr anhaltendes Elend sorgt.

So wurde das Hilfswerk allmählich zu einer Organisation, die den Terror unterstützt, und schließlich zur Handlangerin der Hamas. Die sadistischen, grausamen Täter des Massakers vom 7. Oktober wurden in UNRWA-Schulen und -Kindergärten erzogen, in denen Blutrausch und wilder rassistischer und religiöser Antisemitismus zum ständigen Ziel der Lehrpläne gehören.

Die UNRWA hat aber nicht nur die Aufgabe, künftige Terroristen zu indoktrinieren. Es ist ein zentraler Pfeiler der Hamas-Herrschaft und letztlich, zumindest in Gaza, nicht von ihr zu unterscheiden.

Da ist zunächst einmal das Geld. Die UNRWA-Budgets, die in die zivile Verwaltung fließen, ermöglichen es der Hamas, ihre eigenen Ressourcen für den Terrorismus einzusetzen. Diese „zivile“ Verwendung der Haushaltsmittel durch die UNRWA ist natürlich auch nicht gerade zivil. Sie lässt in ihren Einrichtungen, Schulen und Kindergärten Waffendepots zu und beteiligt sich damit aktiv an der Strategie, Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu benutzen.

Tatsächlich ist die angebliche organisatorische Trennung zwischen der UNRWA und der Hamas mehr Fiktion als Realität. Von den 12.790 Mitarbeitern der UNRWA in Gaza sind mehr als 12.000 entweder Hamas-Mitglieder oder Ehepartner von Hamas-Mitgliedern.

Der internationale Skandal, der ausbrach, als bekannt wurde, dass 12 UNRWA-Mitarbeiter aktiv an dem Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren, ging in der Hektik der Kriegsnachrichten schnell unter. Heute wissen wir jedoch, dass es nicht nur ein Dutzend, sondern Dutzende solcher UNRWA-Vergewaltiger und -Mörder an diesem schicksalhaften Tag gab.

Und es gibt noch mehr. Die UNRWA hat Hunderte von Männern auf ihrer Gehaltsliste, die tatsächlich aktive Hamas-Soldaten sind. Und es ist erwähnenswert, dass auch in Judäa und Samaria etwa 4.000 UNRWA-Mitarbeiter ähnlichen Zwecken dienen, während sie die diplomatische Immunität der UNRWA genießen.

Israel hat bei all dem lange ein Auge zugedrückt. Die israelischen Verteidigungskräfte haben im Laufe der Jahre eine Art Abhängigkeit von der UNRWA entwickelt und sich kurzfristige Ruhe um den Preis langfristiger Nachlässigkeit erkauft.

Politiker in Israel haben traditionell eine fast mystische Verehrung für Leute, die im Namen des „Sicherheitsestablishments“ sprechen, und so akzeptierten sie die Selbstgefälligkeit der israelischen Streitkräfte und des israelischen Sicherheitsdienstes (Shin Bet) als vernünftige Politik.

Aber dieser Bann wurde am 7. Oktober 2023 gebrochen, zumindest für einige. So brachten einige Knessetmitglieder trotz Israels früherer internationaler Verpflichtungen einen Gesetzentwurf ein, der die UNRWA verbieten und allen staatlichen Einrichtungen die Zusammenarbeit mit ihr untersagen sollte.

Dies würde bedeuten, dass das israelische Außenministerium den UNRWA-Mitarbeitern keine diplomatischen Visa mehr ausstellen könnte, dass sie innerhalb Israels keine Immunität vor Gericht mehr genießen würden, dass die Zollbehörde nicht mehr die üblichen Zollbefreiungen ausstellen könnte, dass die israelischen Streitkräfte die Durchfahrt von Versorgungslastwagen nicht mehr mit der UNRWA koordinieren könnten und dass die Jerusalemer Stadtverwaltung die Büros der UNRWA nicht mehr mit Wasser versorgen könnte (im Osten Jerusalems gibt es ein illegales UNRWA-Gelände).

Der Gesetzentwurf wurde für die Abstimmung im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung der Knesset vorbereitet, als die Ausschussmitglieder eine Klausel bemerkten, die von den Rechtsberatern des Außenministeriums und Vertretern des Justizministeriums eingefügt worden war. In der fraglichen Klausel heißt es: „Die Bestimmungen dieses Gesetzes weichen nicht von den Verpflichtungen Israels ab, die es in Verträgen eingegangen ist, die es ratifiziert hat.“

Einfach ausgedrückt: Diese Bestimmung hebt alles auf, was im Gesetzentwurf steht. Unsere Rechtsberater sind so sehr darauf bedacht, sich bei internationalen Gerichtshöfen und anderen internationalen Institutionen – von denen viele offen antisemitisch sind – beliebt zu machen, dass sie Israels existenzielle Interessen aus den Augen verloren haben, und damit auch das Konzept der nationalen Souveränität selbst.

Hier ist, was unsere Juristen hätten tun sollen. Sie hätten dem Ausschuss raten sollen, dass Israel sich auf Artikel 62(1)a des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge berufen sollte, in dem festgelegt ist, welche Änderungen der Umstände legitime Gründe für den Rücktritt von einem internationalen Vertrag darstellen.

Die Umstände rechtfertigen dies eindeutig. Die UNRWA wurde offiziell im Namen der Menschenrechte gegründet, um die Not der Flüchtlinge zu lindern, aber sie hat sich zu einer Organisation entwickelt, die den Terror unterstützt.

Sie hätten unsere Politiker auch daran erinnern sollen, dass es sich hierbei, wie bei jeder Rechtsberatung, nur um eine Beratung handelt und dass es letztlich eine politische Entscheidung ist, ob die UNRWA verboten werden soll oder nicht. Es ist die Aufgabe von Rechtsberatern, den Politikern dabei zu helfen, die rechtlichen Argumente für die von ihnen beschlossene Vorgehensweise vorzubringen und sie darüber zu beraten, welche rechtlichen Folgen eine Missachtung des Gesetzes haben könnte. Aber sie sollten sich nicht anmaßen, wie die israelischen Juristen, ein Vetorecht über die Politik zu haben.

Amit Halevi (Likud), der dem Ausschuss angehört, forderte die Streichung dieser Klausel und ihre Ersetzung durch eine Klausel, die genau das Gegenteil besagt: Dass keine der vom Staat Israel eingegangenen Verpflichtungen die Bestimmungen dieses Gesetzes außer Kraft setzen wird. Halevi berief sich auf die Tatsache, dass die grundlegend veränderten Umstände seit der Gründung der UNRWA die Beendigung dieser Verpflichtungen rechtfertigen.

Halevi erzielte einen Teilerfolg. Die Klausel wurde zwar gestrichen, aber seine Alternative wurde nicht angenommen, so dass der Gesetzentwurf für weitere Einmischungen von Richtern und Rechtsberatern offener ist, als dies sonst der Fall gewesen wäre. Der Gesetzentwurf steht noch in diesem Monat zur Abstimmung in der Knesset an, wobei Halevis Änderungsantrag noch angenommen werden könnte.

Dass die Angelegenheit letztlich eher eine politische als eine juristische ist, wurde dadurch unterstrichen, dass die US-Regierung damit droht, Israel zu bestrafen, falls der Gesetzentwurf in der Knesset verabschiedet wird. Dies ist ein weiterer Versuch der Vereinigten Staaten, einen israelischen Sieg in diesem Krieg zu verhindern, und dagegen sollte man sich wehren, entweder direkt oder auf weniger auffällige Weise.

Von Beginn des Krieges an bestand die israelische Politik aus einem heiklen Tanz, bei dem es darum ging, den amerikanischen Diktaten gerade genug zu trotzen, um einen wirksamen Krieg zu führen und unseren Feinden zu signalisieren, dass wir uns nicht abschrecken lassen, ohne jedoch zu einem offenen Bruch mit den Vereinigten Staaten zu führen.

Aber es gibt einen Zusammenhang mit dieser Affäre, der über die Beziehungen zur US-Regierung und sogar über den Krieg selbst hinausgeht. Sie sollte auch als ein weiteres Scharmützel in dem ideologischen Kampf verstanden werden, den John Fonte vom Hudson Institute zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausgemacht hat – dem Kampf zwischen demokratischer Souveränität auf der einen und transnationalem Progressivismus auf der anderen Seite.

Ersterer investiert die volle Souveränität in den Nationalstaat, während letzterer versucht, die Nationalstaaten einer höheren und nicht rechenschaftspflichtigen internationalen Autorität unterzuordnen.

Es handelt sich nicht um ein Nullsummenspiel. Man kann plausibel argumentieren, dass das Völkerrecht ein Abkommen zwischen Staaten ist, das deren Souveränität schützt. Zunehmend hört man jedoch von „aggregierter“ oder „parzellierter“ Souveränität, und wir beobachten, dass immer mehr internationale Institutionen auf verschiedene Weise in die Souveränität der Staaten eingreifen, auch indem sie sich anmaßen, für Fragen zuständig zu sein, die in internationalen Verträgen nicht geregelt wurden.

Das Problem besteht häufig darin – überall im Westen -, dass Juristen in den Nationalstaaten beginnen, ihre eigene Rolle innerhalb ihrer Staaten mit der Auffassung zu verwechseln, sie seien Abgesandte einer angeblich höheren Autorität außerhalb des Staates. Und diese höhere Autorität bezieht ihre Legitimität weder aus der Zustimmung der Regierten noch – in zunehmendem Maße – aus der Zustimmung souveräner Staaten, wie die verworrene Logik der beiden Gerichtshöfe in Den Haag, des Internationalen Gerichtshofs und des Internationalen Strafgerichtshofs, in jüngster Zeit gezeigt hat.

Welche Gefahr dieser Trend birgt, können wir jetzt deutlich sehen: Das Bekenntnis zu einer vermeintlich höheren Autorität hat die Moral durch die Doppelmoral der „Woke“-Eliten ersetzt, die sich auf fortschrittliche Woke-Ansichten berufen. Die Nutznießer dieses Trends sind barbarische Terroristen, die mit Genugtuung beobachten können, wie ihre Opfer für die Verbrechen der Terroristen – in diesem Fall den Völkermord – verantwortlich gemacht werden.

Und nach dieser verqueren Logik sollen wir mit unseren eigenen Feinden zusammenarbeiten, weil uns die Menschenrechte und das Völkerrecht in gerechten Kriegen gegen sie die Hände binden, während sie ihnen die Freiheit geben, die unvorstellbarsten Gräueltaten gegen uns zu begehen.

Die UNRWA ist ein besonders groteskes Beispiel für diese perverse Logik: Terroristen und ihre Hilfstruppen, die sich als Menschenrechtsaktivisten ausgeben. Man denke nur an Sinwars „UNRWA-Lehrer“-Leibwächter.

Israel kann dieses wachsende Regime des transnationalen Progressivismus nicht aus eigener Kraft stürzen, obwohl es sich immer bewusst sein sollte, dass der jüdische Staat innerhalb dieser Regeln nicht gewinnen kann. Es wird immer so sein, dass wir zwar nach den Schachregeln spielen sollen, die andere Seite uns aber mit einem Knüppel schlagen darf.

Wir können uns mit dieser Situation nicht abfinden, und das tun wir auch nicht. Wir widersetzen uns diesem Regime auf unterschiedliche Weise, je nach den Umständen.

Israel kann und sollte den Vereinigten Staaten in Bezug auf die UNRWA die Stirn bieten und sich weigern, die Legitimität des IGH-Verfahrens wegen der böswilligen Anschuldigungen des Völkermords anzuerkennen. Aber im Falle der UNIFIL (der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon) scheint es besser zu sein, sie zu umgehen, als einen direkten Schlag gegen diese korrupte UN-Truppe zu riskieren, auch wenn sie die Hisbollah schützt.

Eine andere Sache, die wir tun können – so schwer es auch vorstellbar ist, nachdem die Versuche einer Justizreform im letzten Jahr gescheitert sind -, besteht darin, unsere eigenen Juristen zu zügeln und sie daran zu erinnern, dass die endgültigen Entscheidungen in demokratischen Staaten von der rechtmäßig gewählten Regierung getroffen werden und nicht von Juristen im öffentlichen Dienst, die das Völkerrecht – und internationale Gerichte und Agenturen – so behandeln, als sei es ein objektives Regelwerk, das auf objektiven Werten beruht, und nicht die politische Arena, die es ist. Sie sollten unsere Soldaten im Kampf um den Schutz unserer Souveränität gegen das aufstrebende transnationale fortschrittliche Regime sein, nicht die Vollstrecker dieses Regimes in unserer Mitte.

Wenn wir dem internationalen Druck standhalten wollen, müssen wir uns selbst organisieren. Wir müssen in einem feindseligen internationalen Umfeld einen wirksamen Rechtsstreit führen. Einige kluge jüdische Anwälte, die sich dem transnationalen progressiven Regime widersetzen wollen, anstatt ihm zu dienen, wären an diesem Punkt sehr nützlich.

Behauptungen und Tatsachen | Expertin über Israel – 19. Mai 2024

«Dieses Video ist Teil der Reihe „Ja, aber Israel…“, in der wir gängige Aussagen rund um den jüdischen Staat auf den Prüfstand stellen. Das Format vermittelt Argumente für Gespräche über die Geschichte Israels und den aktuellen Krieg.»

Ein Video von Carmen Shamsianpur

Reisebericht Israel-Solidaritätsreise – 4. April 2024

Israels Herausforderungen – 5. Febuar 2024

Die Befreiung der Geiseln – eine moralische Plicht – 2.Dezember 2023

Veröffentlicht am 27/11/2023
Autor: Haim Ouizemann, Aschkelon (campustanakh@gmail.com). Übersetzung: C. Faes

Israelische Geiseln, die am 26. November 2023 von der israelischen Regierung aus der Terrorbewegung Hamas befreit wurden

Während wir in diesen schweren Tagen den Austausch israelischer Geiseln gegen Hamas-Terroristen in der Größenordnung von einem Israeli gegen drei Terroristen miterleben, stellt sich die Frage nach der ethischen und sicherheitspolitischen Legitimität dieser Transaktion. Kann dieser Austausch angesichts der künftigen Bedrohungen für die Sicherheit Israels und die Moral der Nation als legitim angesehen werden? Hat die Heiligkeit des Lebens Vorrang vor der Erpressung durch Terroristen, die verängstigte Eltern manipulieren? Ist es ethisch vertretbar, eine arithmetische «Äquivalenz» von drei zu eins oder im Fall von Gilad Schalit von 1’027 zu eins herzustellen? Ist es nicht eine moralische Verletzung und eine Verweigerung der Gerechtigkeit gegenüber den Familien der Opfer, wenn man Terroristen freilässt, die des Mordes und anderer Übergriffe für schuldig befunden wurden?

Die Befreiung von Geiseln: eine moralische Verpflichtung

Im Fall des französisch-israelischen Soldaten Gilad Schalit, der fast fünfeinhalb Jahre (1’941 Tage) als Geisel der Hamas gefangen war und gegen mehr als tausend Terroristen «eingetauscht» wurde, die für die Ermordung hunderter Zivilisten verurteilt worden waren, erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu in seiner Rede nach Gilad Schalits Rückkehr nach Israel, dass seine Entscheidung, die er nach bestem Wissen und Gewissen getroffen habe, «schwierig war (…). Als Staatsoberhaupt, das jeden Tag Soldaten aussendet, um die Bürger Israels zu verteidigen, glaube ich, dass Solidarität (…) einer der Grundsteine unserer Existenz hier ist. (…) Heute kehrt Gilad nach Hause zurück, zu seiner Familie, seinem Volk und seinem Land. Dies ist ein emotionaler Moment … aber es ist auch ein schwieriger Tag. (…) Wir glauben an die Heiligkeit des Lebens, wir heiligen das Leben. Dies ist eine uralte Tradition unseres Volkes, des jüdischen Volkes». Das Prinzip des Lebens hat Vorrang vor dem moralischen Recht der trauernden Familien. Es rechtfertigt die Verweigerung von Gerechtig-keit und geht über das grundlegende Sicherheitsbedürfnis des hebräischen Staates hinaus. Das Leben eines Menschen hat keinen Preis.

Der Erzvater Abraham, ein Apostel der Gewaltlosigkeit, war der erste, der seinem gefange-nen Neffen Lot bewaffnete Hilfe leistete (1. Mose 14,14-16). Als die Kanaaniter später Israeliten gefangen nahmen, griffen die Söhne Israels sie an, ohne auch nur ein Gespräch zu beginnen (4. Mose 21,1-3). David wurde von seinen eigenen Leuten bedrängt wegen der großen Zahl verschleppter Frauen und Kinder, darunter seine eigenen Frauen Ahinoam und Abigail. Er wurde von der Frage geplagt, ob es richtig sei, das Lager der Amalekiter zu stürmen (1. Samuel 30,1-31). Der Priester Abjatar zögerte nicht, den König zu ermutigen, dringend eine bewaffnete Truppe aufzustellen, und versprach ihm vollen Erfolg.

Die biblische Quelle in diesen drei Fällen ist eindeutig. Sie befürwortet den Einsatz von Waffengewalt bei der Geiselhaft von hebräischen Zivilisten oder gefangenen Soldaten. Dies war in Entebbe (1976) bei der Operation zur Befreiung des Soldaten Nachshon Wachsman der Fall.[1]. Ebenso für den zweiten Libanonkrieg, der 2006 nach der Entführung der beiden Soldaten Eldad Regev und Ehud Goldwasser ausgerufen wurde. Hundertfünfzig Soldaten und Zivilisten kamen dabei ums Leben und lösten eine Debatte aus: War es ethisch legitim, für zwei tote Soldaten das Risiko einer solchen Konsequenz einzugehen? Es sei auch daran erinnert, dass die israelische Regierung 2014 keine größere Militäroperation beschloss, um die Hamas-Führer zur Freilassung der zwei Israelis Avera Mengistu und Hisham al-Sayed, sowie zur Rückführung der sterblichen Überreste der zwei Soldaten Hadar Goldin und Oren Schaul zu zwingen.

Maimonides[2] zitiert mehrere biblische Quellen, die sich auf die Nächstenliebe stützen, und sagt, dass es keine edlere Pflicht gibt, als Geiseln zu retten[3]. Dieses Gebot ist von solch zentraler Bedeutung, weil es mehrere ethische Pflichten der Nächstenliebe und der Heiligung des Lebens verbindet und in sich vereint, deren höchster und absoluter Wert von niemandem ermessen werden kann. In der jüdischen Rechtsprechung[4] heißt es: «Wer die Rettung von Geiseln auch nur ein wenig verzögert, obwohl es in seiner Macht steht, diese Pflicht ohne Zögern zu erfüllen, wird mit demjenigen identifiziert, der Blut vergießt». In diesem Sinne erklärte der damalige israelische Botschafter Haim Herzog an der Sitzung des UN-Sicherheitsrats, die auf Antrag der ugandischen Regierung einberufen worden war, um den israelischen Überfall auf Entebbe zu verurteilen – ein Antrag, der abgewiesen wurde: «Wir haben eine einfache Botschaft an den Sicherheitsrat: Wir sind stolz auf das, was wir getan haben, weil es der ganzen Welt zeigt, dass für ein kleines Land, in diesem Fall Israel, (…) Würde, menschliches Leben und Freiheit die höchsten Werte sind. Wir sind nicht nur stolz, weil wir das Leben von hundert unschuldigen Menschen – Männern, Frauen und Kindern – gerettet haben, sondern auch, weil die Bedeutung unserer Tat menschliche Freiheit bedeutet.»[5]
Trotz dieser Vision wurde die Möglichkeit einer kollektiven Bestrafung der palästinensischen Bevölkerung, um damit Druck auf die Hamas auszuüben, von allen israelischen Regierungen stets ausgeschlossen.

Eine Höchstgrenze auf Kosten des Lebens anderer?

Die Heiligkeit des Lebens war für die Weisen Israels so entscheidend, dass sie beschlossen, dem Austausch von Soldaten – im Gegensatz zu Geiseln, die gegen Lösegeld freigelassen werden – eine Höchstgrenze zu setzen, um sicherzustellen, dass das Kollektivwohl auf Kosten der Geiseln gewahrt wird: «Die Rettung von Geiseln darf nicht erfolgen, wenn dadurch der gerechte Preis überschritten wird, der um des Kollektivwohls willen zu zahlen ist» (Babylonischer Talmud, Gittin 45,a).

Ein Israeli gegen drei Terroristen oder gegen tausend – ist das nicht ein übertriebener Preis?

Die historische Rückkehr von Gilad Schalit wurde nur durch den irrationalen Lohn ermöglicht – das höchste Lösegeld, das jemals für einen israelischen Soldaten «gezahlt» wurde[6]. Irrational, wenn man bedenkt, dass die meisten freigelassenen islamischen Radikalen ihre terroristischen Anschläge wiederaufnahmen, wie Scheich Achmed Jassin und Jibril Rajoub, die die erste Intifada (1987) initiierten. Dieser exorbitante Preis, der für Gilad Schalit gezahlt wurde, wurde von keinem Geringeren als Benjamin Netanjahu gebilligt, obwohl er sich als Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen kategorisch gegen den Austausch mit Achmed Jibril ausgesprochen hatte: «Ich war davon überzeugt, dass die Freilassung von tausend Terroristen, die nach Judäa und Samaria kommen würden, unweigerlich zu einer schrecklichen Verschärfung der Gewalt führen würde, da diese Terroristen ja als Helden empfangen wurden, die die palästinensische Jugend nachahmen würde.» Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Heute ist klar, dass die Freilassung von tausend Terroristen eine der Ursachen war, die «das Feuer der Intifada entfacht hat»[7]. Auch heute wieder sieht sich Benjamin Netanjahu gezwungen, eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Hamas-Terroristen freizulassen, um alle Geiseln möglichst sicher nach Israel zu bringen.

Das Prinzip der Verantwortung gegenüber dem Prinzip der Gerechtigkeit

Rav Shlomo Goren[8], der sich gegen den «Jibril-Deal» ausgesprochen hatte, schrieb jedoch, dass «im Falle von Kriegsgefangenen – während sie ihre Aufgabe als Kämpfer erfüllten – bei ihrer Freilassung nicht die Sicherheitsbedrohung berücksichtigt werden darf, die dies für die Bevölkerung und den Staat bedeuten könnte, da wir für ihre Gefangennahme verantwortlich sind». Das Kriterium «Die Rettung von Geiseln darf nicht erfolgen, wenn dadurch der gerechte Preis überschritten wird, der zu zahlen ist; dies um des Kollektivguts willen»[9] darf also nicht für die Geiselbefreiung angewendet werden. Das Prinzip der kollektiven Verantwortung für Geiseln hat Vorrang vor dem Prinzip der Gerechtigkeit, dessen Anwendung die Familien der Opfer verzweifelt fordern.

Der aktuelle Fall der israelischen Familien, die Tag und Nacht für die Rückkehr ihrer Angehörigen kämpfen, erinnert die Welt in Verbindung mit dem Fall von Gilad Schalit daran, dass das israelische Volk seine Angehörigen niemals fallen lässt, da der Preis des Lebens unermesslich hoch ist. Deshalb kann der Schmerz – der Schmerz der Eltern, die von dem Terrorismus-Drama betroffen sind – zwar nicht aus Acht gelassen werden, aber nichts geht über die lang ersehnte sichere Rückkehr unserer Kinder in ihre Heimat.

Es sei daran erinnert, dass sechs weitere inhaftierte oder vermisste Israelis erst kürzlich das glückliche Schicksal von der Hamas befreiten Geiseln teilen, darunter die vierjährige Abigail Idan, deren Eltern bei dem tödlichen Angriff am 7. Oktober 2023 getötet wurden, und Elma Avraham, die sich in einem sehr ernsten Gesundheitszustand befindet. Wir warten weiter auf die Rückkehr von inhaftierten Israelis wie Zecharia Baumel, und besonders auf die Rückgabe der als verschollen geltenden Soldaten wie Jehuda Katz, Tzvi Feldman (seit 11.06. 1982); Ron Arad (seit 16.10.86); Guy Hever (seit 17.08.97) und Majdi Halabi (seit 24.05.05).

Wir haben die Hoffnung, dass wir bald alle unsere Kinder, Frauen, Männer und Soldaten, alle Geiseln, die noch von den in Gaza wütenden Terrorbewegungen festgehalten werden, unter uns in Israel sehen werden!

[1] 1994 weigerte sich Premierminister Ytzchak Rabin, Scheich Yassin freizulassen, und befahl, das Versteck von Nachshon Wachsman zu stürmen, doch die Terroristen erschossen ihn.

[2] Hilchot Matnot Aniim Kapitel 8. Halacha 10. Babylonischer Talmud, Baba Batra 8:b nach Jeremia 15:2.

[3] «Jeder, der sich von diesem Gebot abwendet, übertritt die folgenden Gebote: «Du sollst dein Herz nicht verhärten und deine Hand nicht verschließen» (5. Mose 15,7); «Sei nicht gleichgültig gegen die Gefahr deines Nächsten» (3. Mose 19,16) … «Rette die, die man in den Tod schleift, und versäume nicht, die zu verteidigen, die in die Folter gehen» (Sprüche 24,11) … usw.»

[4] Shulchan Aruch, Yoreh Deah 252, 3.

[5] Haim Herzog. Heroes of Israel: Profiles of Jewish Courage. 1989. Seite 284.

[6] Austausch 1969: Zwei israelische Zivilisten und zwei israelische Soldaten werden gegen 71 ägyptische und syrische Gefangene ausgetauscht. Austausch 1978: Ein israelischer Soldat gegen 76 Terroristen. Austausch 1983: Sechs israelische Soldaten gegen 4’765 Terroristen. Austausch 1985: Ahmed-Jibril «Transaktion»: Drei israelische Geiseln, Hezi Shay, Nissim Salem und Yossef Grof gegen 1’150 palästinensische Terroristen. Austausch 1998: Drei israelische Geiseln, Hezi Shay, Nissim Salem und Yossef Grof gegen 1150 palästinensische Terroristen; 1998: Überreste eines israelischen Soldaten (Itamar Illiah) gegen Dutzende Terroristen; 2004: die Leichen von drei israelischen Soldaten (Adi Avitan, Benny Avraham und Omar Souad) und einem Zivilisten gegen 450 Hisbollah-Terroristen; 2008: die Leichen von zwei israelischen Soldaten (Eldad Reguev und Ehud Goldwasser) gegen Samir Kountar. 4 weitere Terroristen und 199 Leichen libanesischer Terroristen; 2011: Ein israelischer Soldat (Guilad Shalit) gegen 1027 Terroristen.

[7] «Ein Platz unter der Sonne» (1995).

[8] Rav Shlomo Goren (1918-1994). Oberrabbiner der Armee (1948-1968); Israelischer Preis für seine Forschungen über den Jerusalemer Talmud (1961). Während des Sechstagekriegs bläst er vor der Kotel den Schofar. Oberrabbiner von Tel Aviv-Yaffo (1968-1983); aschkenasischer Oberrabbiner von Israel (1972).

[9] «Torat Hamedinah», S.424.

Krieg in Israel – 1. Dezember 2023

Update am Tag 56. – ALLE GEISELN MÜSSEN FREIKOMMEN!

Wir sind sehr dankbar für den Gebetseinsatz vieler Freunde Israels in den vergangenen fast zwei Monaten Krieg.

Am 7. Oktober 2023 wurden 1‘200 Menschen überfallmässig in den Dörfern und Kibbutzim nahe Gaza brutal ermordet. 240 wehrlose Menschen wurden als Geiseln verschleppt. Nachdem Israel im Norden von Gaza, speziell in Gaza-City, die Terroristen der Hamas empfindlich schwächen konnte und die Tunnel-„Metro“ der Weltöffentlichkeit zeigen konnte, willigte Israel in eine Feuerpause ein, die von Katar vermittelt worden war.

Insgesamt wurden 105 Geiseln von der Hamas frei gegeben. Im Gegenzug gab Israel 240 palestinensische Gefangene frei. Es wurden täglich ca. 50 Lastwagen mit Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten in den Süden von Gaza eingelassen.

Nach einer Woche Feuerpause (24.11. bis 1.12.23) wurden am 1.12.23 um 06.53h wieder massiv Raketen auf den Süden Israels aus Gaza abgeschossen. Hamas hat damit die operative Feuerpause gebrochen. Die Hamas hatte die Befreiung der vereinbarten Zahl von Geiseln verweigert, womit sie die Feuerpause brach. 180 Geiseln sind noch in Gaza gefangen.

Israel konzentriert sich auf den Süden von Gaza. Die Militärführung hat den südlichen Teil von Gaza in Sicherheitszonen für die Bevölkerung eingeteilt. Die Kampfzone befindet sich vor allem in der Stadt Khan Yunis.

Cathy Faes, 1.12.23

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